![]() ![]() Metallschrott, Wasserdampf und donnernde Abwasserrohre, untermauert von treibenden Elektrobeats bieten weder Bekanntes noch Vertrautes sondern tragen weg - weit weg - irreal! Jean van Eisentanz experimentiert seit 20 Jahren mit elektronisch und akustisch erzeugten Klängen und Geräuschen. Mitunter verwendet er dazu Materialien und Gegenstände aus Metall, Holz, Plastik und Stein und entwickelt so eigene Instrumente. Auf der Bühne werden verschiedene Gegenstände wie ein Plastikfass, zwei lange Abwasserrohre, aufgehängte Metall- Stangen und Röhren, drei stehende Lampenstangen, Trinktasse, Gaskocher und immer wieder neue Erfindungen aufgestellt. Diese sind je mit einem Mikrofon bestückt und können über das Mischpult so zum Klingen gebracht werden, wie es die Komposition vorgibt: charakteristisch betont oder auch verfremdet. Eisentanz spielt live vor dem Publikum mit diesen, zum Teil zweckentfremdeten Gegenständen, Rhythmen und Töne. Mit der eindrücklichen Vorführung unbekannter Klangerzeugung spricht er ein weitaus breiteres Publikum an als nur jenes, welches sich direkt von der Musik angesprochen fühlt. Unabhängig vom eigenen Musikgeschmack schauen Leute jeder Altersgruppe überrascht und begeistert zu, wie bekannte Klänge aus alltäglichen Handlungen zu stilvollen Kompositionen werden. Eisentanz überzeugt da wo Innovation, Performance und Kunstschaffen im Vordergrund steht und Musik alleine nicht mehr hinreicht. |